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Gehaichnisort Grendericher Kapelle

Gehaichnisort Wegekapelle Grenderich

Einkehr und Weitsicht

Mein Gehaichnisort von Walter Hoff, Kultur- und Weinbotschafter

Ich bin Kultur- und Weinbotschafter und wohne in Zell an der Mosel. 
Zur Grendericher Wegekapelle, in Grenderich auch „Lindenhäuschen“ genannt, habe ich bis heute einen besonderen Bezug. Ich bin in Grenderich geboren und aufgewachsen und habe unweit der Kapelle auf einem ehemaligen Acker Eichen und Buchen gepflanzt. Zur Pflege des Baumbestandes muss ich ab und zu dorthin. Das mache ich sehr gerne, auch weil es mir Gelegenheit gibt, die Kapelle zu besuchen und auf der Bank im Schatten der sie überspannenden Linde zu verweilen.

Die Kapelle hat ihren Ursprung im 18. Jahrhundert. Sie ist eine Marienkapelle und wurde in den 1990er Jahren von den Grendericher Bürgern restauriert. Wie man den aufgehängten Tafeln entnehmen kann, richten sich Dank und Bitte an die Gottesmutter und den Heiligen Josef.
Das „Lindenhäuschen“ ist ein Ort, an dem man innehalten und in Ruhe und Beschaulichkeit seinen Gedanken nachhängen und entspannen kann. Man hat eine schöne Fernsicht in den Hunsrück und über das nahe Moseltal hinweg in die Eifel.
Die Kapelle liegt an der Kreuzung des Moselhöhenweges und eines Fußweges nach Senheim. Mit dem Auto erreicht man sie ganz unproblematisch: Sie liegt nur einen Katzensprung von der L 98 entfernt, die von Grenderich nach Senheim führt. 
Ich würde allerdings eine Wanderung über den Mosel-Camino bevorzugen und an der Kapelle eine Rast einlegen.